Hardheimer Handwerk
Gegliedert nach einzelnen Berufen wird in einer eigenen Abteilung die Bedeutung des
Handwerks für Hardheim unterstrichen. Dabei spannt sich der Bogen von komplett
eingerichteten Werkstätten - Leinenweber, Schuster, Drucker - über Berufe wie
Schönfärber, Töpfer, Schreiner, Glaser, Zimmermann und Steinhauer bis hin zu
verschwundenen Handwerken wie Seiler, Büttner und Wagner.
Auch die Strukturveränderung im produzierenden Handwerk wird thematisiert - allgemein
für die Industrie in Hardheim, aber auch am Beispiel der Hardheimer Ziegelei.
Abgeschlossen wird die Abteilung durch die Darstellung des Orgelbauerhandwerks in Hardheim
mit einer in Hardheim hergestellten bespielbaren Kirchenorgel.
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Die funktionsfähig eingerichtete Druckerwerkstatt - mit Linotype-Setzmaschine und
Boston-Tellertiegel
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Hardheimer Lebensbilder
Hier werden unter anderem zwei bedeutende Hardheimer gewürdigt: Ignaz Schwinn, der Ende
des 19. Jahrhunderts in die USA auswanderte und dort zu einem der wichtigsten Fahrradhersteller wurde (gezeigt wird dabei auch ein
Original-Tandem aus dem Jahr 1897), und der Maler Julius Heffner (1877 - 1951).
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Tandem aus dem Jahr 1897 aus der Produktion von Arnold, Schwinn & Company, Chicago
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Landwirtschaft im
Erfatal
Eine eigene Etage ist der Landwirtschaft im Erfatal vorbehalten; bäuerliche Geräte v.a.
des 19. Jahrhunderts verdeutlichen in der Gegenüberstellung zur modernen Landwirtschaft
den technischen Wandel im ländlichen Raum. Aber auch der damit in Zusammenhang stehende
soziale Wandel von der agrarisch strukturierten hin zur modernen Industriegesellschaft
wird thematisiert, ebenso wie die daraus resultierenden ökologischen Belastungen, mit
denen die Landwirtschaft heute konfrontiert ist. |

In der Abteilung zur
Landwirtschaft -
über die Viehwirtschaft im Erfatal. |
Besonderheiten
Zu den Attraktionen des Museums gehören im unteren Stockwerk eine vollständig aufgebaute
Tanzstube aus dem Jahr 1678, eine elektronisch gesteuerte Nachbildung des nördlichen
Sternenhimmels und fahrbare Feuerspritzen aus dem 19. Jahrhundert, im oberen Bereich die
200 - 230 Millionen Jahre alten Trittspuren mehrerer Saurierarten. |
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