© 1997 Peter Wanner M.A.
Eine besondere Attraktion bot die Ausstellung
"Computer@Museum" im Herbst 1997. Konzipiert war die Ausstellung in "10
Stationen im Museumsrundgang" und bot vielfältige thematische Bezüge zwischen der
Dauerausstellung des Museums und verschiedenen Aspekten der Anwendung des Computers in
vielen Lebensbereichen.
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Wir wollen etwas wissen: Wie
hat Ihnen unsere Ausstellung gefallen? |
An dieser Station... konnten sich die Besucher in ein elektronisches Gästebuch eintragen und ihre Meinung über die Ausstellung in ein Datenbanksystem eingeben. |
Bis etwa 1980 beschränkte
sich der Einsatz der Computertechnologie auf Rechenmaschinen im engeren Sinne (etwa in der
Buchhaltung) und Großrechenanlagen; erst die Erfindung des Mikroprozessors machte es
möglich, einen Computer in einem Gehäuse unterzubringen, das auf dem Schreibtisch Platz
finden konnte. |
An dieser Station... konnten die Besucher nach Herzenslust ausprobieren, wie die neuesten Standard-Programme auf einem modernen Personal-Computer funktionieren - sie konnten schreiben und gestalten (mit einem Textverarbeitungs-Programm), Tabellen anlegen und in Grafiken umwandeln (mit einem Tabellen-Kalkulations-Programm), Schaubilder gestalten (mit einem Grafik-Programm), Texte einscannen und in Dateien umwandeln (mit einem Texterkennungs-Programm) und vieles mehr. |
Im Büro... Auf dem modernen Schreibtisch steht kein Federkiel mehr,
sondern ein PC mit der entsprechenden "Peripherie" - den Zusatzgeräten, die zur
Erledigung von Korrespondenz und Verwaltung notwendig sind. |
Schon früh fand der Computer
Eingang im grafischen Gewerbe - zur Schriftgestaltung, als Zeichengerät und zur
Verarbeitung von Fotos. |
An dieser Station... wurde gezeigt, welche Möglichkeiten es gibt,
digitalisierte Fotografien zu verändern - zu verbessern, aber auch zu verfälschen.
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Die perfekte Illusion Der schon immer zweifelhafte dokumentarische Charakter der
Fotografie wird durch die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung vollends in Frage
gestellt. |
Ein einfaches Beispiel für die Veränderung eines Fotos: Laura Luise Wanner und der Saturn. |
Es ist in aller Munde und wird
von allen heftig umworben: Das Internet. Und jeder, der auf sich hält, ist "im
Netz". |
An dieser Station... wurden Einblicke in das Internet geboten, wobei der
Schwerpunkt auf Angeboten aus dem Bereich der Raumfahrttechnik und der Astronomie lag. Die
Besucher konnten jedoch auch eigene Wünsche vorbringen. |
Was ist das Internet? Auf den ersten Blick gleicht das Internet einer
gigantischen und bis zum Rand vollgestopften Bibliothek voller Bücher, Bilder, Gemälde,
Prospekte, Ansichtskarten, Broschüren, Flugblätter, Datenbanken, Akten,
wissenschaftlicher Skripte, Landkarten, Zeitschriften und Zeitungen, alles wirr
durcheinander, bunt und chaotisch, und in unüberschaubarer Menge. |
In der Computerwelt ist man
sich nicht einig, welcher Computer der erste "PC" war, denn der IBM-PC von 1981
hatte verschiedene Vorläufer und Konkurrenten. |
An dieser Station... konnten die Besucher einen kleinen Dialog mit einem der
ersten "richtigen" Personal-Computer führen und dabei einiges aus seiner
Geschichte erfahren. |
Vom Mikroprozessor zum PCIm Jahr 1970 wurde der erste Mikroprozessor vorgestellt:
Der Intel-Prozessor 4004 vereinigte auf einer Fläche von 24 mm² die revolutionäre Zahl
von 2250 Transistoren. Mikroprozessoren konnten so als Schaltzentrale in immer kleinere
Computer eingebaut werden. |
An der 5. Station: Ein funktionstüchtiger Apple //e verkörpert die Geschichte des PC; der Rechner wurde in die Dauerausstellung aufgenommen und bietet dem Besucher ein kleines Dialog-Programm mit Informationen und Daten zur Entwicklung von Apple ][ und Apple //e. |
CAD ist die Abkürzung für
"computer-aided design" - es handelt sich dabei um Programme, die in der
technischen Planung längst das Zeichenbrett verdrängt haben, gerade in der Baubranche. |
An dieser Station... wurden an verschiedenen Beispielen die Möglichkeiten von
CAD vorgeführt am Hardheimer Schloß und mit Genehmigung des Deutschen Bundestags
und des Architekten Sir Normann Foster am Berliner Reichstag. |
Der Reichstag und das Obere SchloßDer Reichstag in Berlin und das Obere Schloß in Hardheim
haben einige Gemeinsamkeiten - beide sind teilweise aus Odenwälder Buntsandstein erbaut,
und beide dienen hier neben anderem als Beispiele für die Möglichkeiten von CAD, dem
"computer-unterstützten Zeichnen". |
"Exhibition in progress" - an der 6. Station entstanden während der Ausstellung unterschiedliche Pläne und Zeichnungen, die mit einem HP-Hochleistungsplotter ausgedruckt und selbst zum Ausstellungsstück wurden (nicht zuletzt mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Bundestages und des Architekturbüros Normann Foster in London 3-D-Fassadenansichten des im Umbau befindlichen Reichstagsgebäudes in Berlin). |
An kaum einer Stelle im Museum
wird der vom Computer herbeigeführte Wandel in der Arbeitswelt so deutlich wie im Bereich
der Druckwerkstatt - wo früher ein Manuskript (lat. manus scriptum, das von Hand
Geschriebene) zunächst aus einzelnen Lettern zu Zeilen und dann zu Seiten zusammengesetzt
wurde, liefert der Autor heute eine Diskette mit dem fertigen Text ab. |
An dieser Station... konnten die Besucher beobachten, wie heute am
Personal-Computer Texte gesetzt und gestaltet werden, bevor sie auf Film ausbelichtet und
gedruckt werden. |
Bücher ohne Buchdruck? Mittlerweile sind die Möglichkeiten, mit einem
Personal-Computer, einem hochwertigen Drucker und modernen Programmen Texte und Bücher zu
gestalten und "wie gedruckt" auszudrucken, weit entwickelt. Auf diese Weise
wurden auch die Texte dieser Ausstellung hergestellt. |
Geräusche, Klänge, Sprache
und Musik aus dem Computer - "Multimedia" heißt das Stichwort. |
An dieser Station... konnten die Besucher selbst "Krach schlagen" -
elektronisch, versteht sich. |
Musik und Programme Seit Beginn der PC-Geschichte gibt es neben den großen
Hersteller- und Software-Firmen eine große Zahl von Enthusiasten, die selbst Geräte
bauen oder Programme schreiben. Einige wenige gehören heute selbst zu den Großen der
Branche, aber auch unzählige andere haben brauchbare Programme entwickelt, die vermarktet
werden sollen. |
An der 8. Station: Elektronische Klänge vor dem Hintergrund der Museumsorgel. |
Die Tanzstube aus dem
Hardheimer Wirtshaus zur Sonne diente früher einem Vergnügen, das man heute als Teil der
"Freizeitgestaltung" begreifen würde. |
An dieser Station... konnten die Besucher ihrem Spieltrieb freien Lauf lassen
und verschiedene aktuelle Spiele ausprobieren. |
Der Wettbewerb Die Rolle von Computer-Spielen in der Entwicklung der
Personal-Computern darf nicht unterschätzt werden - so entstand der berühmte Apple II
aus dem Wunsch des Apple-Mitbegründers Steve Wozniak heraus, das Videospiel
"Pong" auf einem Computer programmieren zu können. |
An der 9. Station: Einer von vier Spiele-Rechnern in der historischen Tanzstube; neben zwei multimediafähigen Pentium-Computern kamen hier auch zwei "historische" Modelle mit dem Spiele-Klassiker Tetris zum Einsatz. Im Bild ein PC/XT (Commodore PC 20 III) aus dem Jahr 1989. |
Es liegt nahe, daß ein so
vielseitig gewordenes Gerät wie der Personal-Computer im Bereich der modernen Kunst
Einzug gehalten hat, wobei seine Möglichkeiten längst nicht alle ausgelotet sind. |
An dieser Station... konnten die Besucher malen und zeichnen und ausprobieren,
welche künstlerischen Möglichkeiten in einem Personal-Computer (und in ihnen selbst)
stecken. |
Computer und Kreativität Die Möglichkeiten, gestalterische Ideen mit dem Computer
umzusetzen, sind enorm, wenngleich nicht immer einfach einzusetzen: Auch der Umgang mit
dieser Technik will gelernt sein. |
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