G 5Römer und Germanen
Niemand weiß, wann
die keltische Besiedlung des Erfatals ihr Ende gefunden hat.
Die möglicherweise römischen Stücke aus der Viereckschanze von Gerichtstetten legen
deren Nutzung auch in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung zwar nahe, ohne jedoch
konkret etwas über die Bewohner zu dieser Zeit - Kelten, Römer oder Germanen? - zu
sagen.
Auch eine römische Pflugschar aus Hardheim gibt uns wenig Auskunft.
Wahrscheinlich erscheint lediglich, daß das karge Ackerland des Erfatals in den
Jahrhunderten nach dem Einfall der Alamannen in das römische Land hinter dem Limes und
nach dem Rückzug der Römer hinter den Rhein noch dünner besiedelt war als andere
Gebiete in der beginnenden Zeit der Völkerwanderung. |
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Exponattexte G 3.1
Die Gerichtstettener Viereckschanze - angelegt wohl im ersten Jahrhundert vor Christi
Geburt - und der etwa 10 km westlich davon verlaufende Limes, die Grenze des römischen
Weltreichs zwischen etwa 160 und 260 n.Chr. Römische Funde aus der Gerichtstettener
Viereckschanze - eine eiserne Kreuzhacke und mehrere eiserne Balkenklammern - belegen
möglicherweise die Nutzung der Anlage auch noch in römischer Zeit.
G 5.1
Römische Pflugschar; undatiert (vor 300 n.Chr.?)
Das einzige bekannte römische Fundstück aus Hardheim selbst - gefunden in den sechziger
Jahren beim Bau einer Werkstatt an der Erfa - wirft viele Fragen auf: Kam die Pflugschar
noch zu römischer Zeit in das Gebiet vor dem Limes oder erst später? Wie lange wurde die
Pflugschar - die in ähnlicher Form noch im frühen Mittelalter gebraucht wurde - benutzt?
Lassen sich daraus Folgerungen für die frühmittelalterliche Besiedlung des Erfatals
ziehen? |