Erfatal-Museum Hardheim
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Jüdisches Leben in Hardheim

13. April - 8. Juni 1997

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Die Schicksale der Hardheimer Juden 1933–1945  

 


Die Schicksale der Hardheimer Juden 1933-1945

David Berwanger, geboren 1858, verlebte seinen Ruhestand in Hardheim und wohnte dort bei Selma Hanft. Er starb am 19. Januar 1939 und wurde als letzter Jude auf dem Friedhof der jüdischen Gemeinde in Hardheim bestattet.

Pfeifer Billigheimer, geboren 1860 in Hardheim, entstammte einer alten Hardheimer Familie und war Lederhändler; ihm gelang 1938/39 zusammen mit seiner Frau die Emigration nach Amerika.

Regine Billigheimer, geborene Gutmann, geboren 1865 in Hardheim, konnte zusammen mit ihrem Mann Pfeifer Billigheimer 1938/39 in die USA emigrieren.

Julius Billigheimer, geboren 1898 in Hardheim, ein Sohn von Pfeifer Billigheimer und seiner Frau Regine, geborene Gutmann, starb in jungen Jahren am 8. Juni 1935.

Rita Billigheimer, geborene Urspringer, geboren 1902 in Hardheim, war seit 1925 mit dem 1935 verstorbenen Julius Billigheimer verheiratet. Die Tochter von Jakob und Selma Urspringer wurde am 22. Oktober 1940 nach Gurs in Südwestfrankreich deportiert. Rita Billigheimer versuchte noch Anfang 1941, die zur Auswanderung notwendigen Papiere zu bekommen; sie wurde am 12. August 1942 nach Auschwitz transportiert und dort ermordet.

Manfred Billigheimer, geboren 1927 in Hardheim. Im Alter von neun Jahren kam der Sohn von Julius und Rita Billigheimer auf eine jüdische Schule in Frankfurt a.M. und wurde von dort aus mit einem Kindertransport noch im Jahr 1939 nach Palästina gebracht.

Edith Billigheimer, geboren 1932 als Tochter von Julius und Rita Billigheimer, kam wohl wie ihr Bruder Manfred zunächst 1939 nach Frankfurt a.M. in eine jüdische Schule. Von dort aus wurde sie im September 1942 nach Theresienstadt deportiert und vermutlich ermordet.

Rika Billigheimer, geboren 1868 in Hardheim, verzog Anfang 1940 nach Darmstadt; am 27. September 1942 kam sie nach Theresienstadt, wo sie den Tod fand.

Max Eschelbacher, geboren 1853 in Hardheim und dort als Witwer lebend, verstarb im Jahr 1936.

Laura Eschelbacher, geboren 1888 in Hardheim, Tochter von Max Eschelbacher, verzog 1936 - nach dem Tode ihres Vaters - nach Neckarbischofsheim und siedelte später nach Hemsbach über. Dort war sie am 22. Oktober 1940 von der Deportation nach Gurs betroffen. Von Gurs aus wurde sie am 14. August 1942 nach Auschwitz gebracht und dort ermordet.

Jeanette Halle, geborene Lehmann, geboren 1861 in Wenkheim, lebte seit 1885 mit ihrem Mann Gerson Halle in Hardheim. Am 22. Oktober 1940 wurde die 79jährige Frau nach Gurs deportiert, wo sie nach wenigen Wochen am 8. Januar 1941 verstarb.

Ernestine Halle, geboren 1888 in Hardheim und Tochter von Gerson und Jeanette Halle, wurde zusammen mit ihrer Mutter, ihrer Schwester und ihrem Bruder 1940 nach Gurs deportiert. Knapp zwei Jahre später kam sie nach Auschwitz, wo sie ermordet wurde.

Helene Halle, geboren 1890 in Hardheim als Tochter von Gerson und Jeanette Halle, wurde am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert. Am 12. August 1942 verbrachte man sie nach Auschwitz und ermordete sie.

Samuel Halle, geboren 1892 in Hardheim, Sohn von Gerson und Jeanette Halle, von Beruf Kaufmann. Samuel Halle wurde schon während des Novemberpogroms 1938 verschleppt, kehrte allerdings wieder nach Hardheim zurück. Am 22. Oktober 1940 wurde er nach Gurs deportiert, wo sich seine Spur verliert. Er wurde 1950 für tot erklärt.

Selma Hanft, geboren 1879 in Hardheim, war eine Tochter von Moses und Jeanette Berwanger und Cousine von David Berwanger; die 61jährige wurde am 22. Oktober 1940 nach Gurs in Südwestfrankreich deportiert, wo sie auf nicht bekannte Weise den Tod gefunden hat. Im Februar 1941 hatte sie noch versucht, Auswanderungspapiere in Hardheim anzufordern; am 31. Dezember 1945 wurde sie für tot erklärt.

Henriette Israel, geborene Sinsheimer, geboren 1886 in Hardheim, heiratete im März 1914 Wolf (Adolf) Israel, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Ihre Tochter Herta, verheiratete Braunschweiger, wanderte noch vor 1933 nach USA aus und versuchte im Jahr 1941, ihre nach Gurs deportierte Mutter nach New York kommen zu lassen. Henriette Israel starb jedoch während der Überfahrt aus Schwäche und wurde auf den Bermuda-Inseln begraben.

Gita Israel, geboren 1917, Tochter von Henriette Israel, folgte noch vor Juli 1938 ihrer Schwester Herta in die USA.

Liebmann Rosenthal, geboren 1864, kam 1888 nach Hardheim. Der Viehhändler war in erster Ehe mit Sara Strauß und nach deren Tod mit Mina Urspringer verheiratet. Liebmann Rosenthal konnte 1938 seinen Grundstücksbesitz in Hardheim veräußern und siedelte am 12. Dezember 1939 gemeinsam mit seiner zweiten Frau nach New York über.

Mina Rosenthal, geborene Urspringer, geboren 1877 in Hardheim und seit 1900 mit Liebmann Rosenthal verheiratet, konnte mit ihrem Mann im Dezember 1939 nach New York emigrieren.

Sigmund Rosenthal, geboren 1892 in Hardheim, ein Sohn aus der ersten Ehe von Liebmann Rosenthal, wanderte schon vor 1938 in die USA aus.

Flora Rosenthal, geborene Siegel, Geburtsdatum unbekannt, war mit Sigmund Rosenthal verheiratet und wanderte gemeinsam mit ihrem Mann schon vor 1938 in die USA aus.

Fritz Rosenthal, geboren 1919 in Hardheim, ein Sohn von Sigmund und Flora Rosenthal, wanderte mit seinen Eltern vor 1938 in die USA aus.

Sophie Schwarzmann, geboren 1880 in Hardheim, von Beruf Kurzwarenhändlerin, wanderte 1937 gemeinsam mit ihrer Schwester Amalie Schwarzmann in die USA aus.

Amalie Schwarzmann, geboren 1882 in Hardheim, von Beruf Kurzwarenhändlerin, wanderte 1937 gemeinsam mit ihrer Schwester Sophie Schwarzmann in die USA aus.

Abraham Selig, geboren 1869 in Hardheim, war von Beruf Kaufmann. Unter seiner Leitung hatte sich die Eisen- und Maschinenhandlung Selig zu einem der wichtigsten Betriebe in Hardheim entwickelt. Selig wurde am 22. Oktober 1940 im Alter von 71 Jahren nach Gurs deportiert, wo er - wie viele andere ältere Deportierte - im ersten Winter nach der Internierung am 4. Dezember 1940 starb.

Lina Selig, geborene Frank, geboren 1875 in Rödelsee, kam 1900 nach Hardheim. Sie war mit Abraham Selig verheiratet und wurde mit ihm nach Gurs deportiert. Sie forderte noch am 31. Mai 1941 die Nachsendung von drei Koffern an, die bei der Deportation in Hardheim zurückgeblieben waren. Weiteres ist nicht bekannt.

Max Selig, geboren 1907 in Hardheim, war der Sohn von Abraham und Lina Selig und Eisenwarenhändler. Ende 1938 stellte er einen Antrag auf einen Reisepaß und konnte dann vor Ende März 1939 in die USA auswandern.

Lina Selig, geborene Löwenthal, geboren 1914 in Würzburg, konnte gemeinsam mit ihrem Ehemann Max Selig Ende 1938 / März 1939 in die USA auswandern.

Sigmund Simon, geboren 1878 in Echzell, lebte seit 1903 als Viehhändler in Hardheim; 1905 heiratete er Sara Sinsheimer. Nach der Deportation nach Gurs starb er dort an den Folgen der unmenschlichen Lagerbedingungen am 7. Januar 1942.

Sara Simon, geborene Sinsheimer, geboren 1876 in Hardheim, war die Tochter von Josef und Justine Eschelbacher. Gemeinsam mit ihrem Mann Sigmund Simon wurde sie am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert, wo sie am 26. Februar 1942 - wenige Wochen nach ihrem Mann - den Tod fand.

Siegfried Simon, geboren 1908 in Hardheim, war der Sohn von Sigmund und Sara Simon. Im Gegensatz zu seinen Eltern, die nach Gurs verschleppt wurden, konnte er in die USA auswandern; das genaue Datum ist nicht bekannt.

Josef Simon, geboren 1907 in Hardheim, war der Sohn von Sigmund und Sara Simon und arbeitete als Viehhändler. 1933 heiratete er Paula Sonneberg, mit der er vor Mitte 1938 in die USA auswanderte. Dort betrieb er eine Metzgerei.

Paula Simon, geborene Sonneberg, geboren 1907 in Somborn, kam 1933 durch ihre Eheschließung mit Josef Simon nach Hardheim. Gemeinsam mit ihrem Mann konnte sie vor Mitte 1938 in die USA auswandern.

Julius Sinsheimer, geboren 1865 in Hardheim, war der Sohn des Seifensieders Abraham Sinsheimer und seiner Frau Julie, geborene Reis. Er war von Beruf ebenfalls Seifensieder und Getreidehändler - für die Lagerung des Getreides hatte er Schloßspeicher (die heutige Erftalhalle) gepachtet. Julius Sinsheimer wurde nach Gurs deportiert und starb dort am 30. November 1941. Der Versuch, gemeinsam mit seiner Ehefrau Ida im Mai 1941 in die USA auszuwandern, war gescheitert, nachdem die angeforderten Unterlagen nicht rechtzeitig zum Termin der schon gebuchten Schiffspassage eingetroffen waren.

Ida Sinsheimer, geborene Stein, geboren 1876 in Messelhausen, kam 1900 nach Hardheim, wo sie Julius Sinsheimer heiratete. Gemeinsam mit ihrem Ehemann wurde sie am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert. Von dort forderte sie am 20. Mai 1941 über Max Israel Ehrlich aus Bamberg Urkunden an, um ihre Auswanderung vorzubereiten - eine Schiffspassage ab Lissabon war für den 20. Mai 1941 gebucht. Ida Sinsheimer starb am 8. November 1941, 22 Tage vor ihrem Ehemann Julius Sinsheimer.

Berta Sinsheimer, geboren 1867 in Hardheim, war die Tochter von Abraham und Julie Sinsheimer. Am 22. Oktober 1940 wurde sie nach Gurs deportiert. Gemeinsam mit ihrem Bruder Julius, ihrer Schwägerin Ida und ihrer Schwester Regine forderte sie von dort am 12. Mai 1941 ihre Auswanderungspapiere an. Berta Sinsheimer überlebte den Holocaust und zog 1945 zu ihrem Neffen Ludwig Sinsheimer nach New York, wo sie 1959 als 92jährige verstarb.

Regine Sinsheimer, geboren 1872 in Hardheim, war die Tochter von Abraham und Julie Sinsheimer und wohnte unverheiratet mit ihrem Bruder Julius, dessen Ehefrau Ida und ihrer Schwester Berta in der Holzgasse 3 in Hardheim. Sie wurde am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert. Gemeinsam mit ihrer Familie bemühte sie sich um die Auswanderung in die USA; der Versuch scheiterte jedoch im Mai 1941, als die notwendigen Papiere zur Ausreise nicht rechtzeitig vor dem Termin der Schiffsbuchung eintrafen. Im Gegensatz zu Bruder und Schwägerin, die in Gurs den Tod fanden, überlebte sie den Holocaust und wanderte 1945 gemeinsam mit ihrer Schwester Berta in die USA aus. Dort starb sie 1958 im Alter von 86 Jahren im Hause ihres Neffen Ludwig Sinsheimer.

Arthur Strauß, geboren 1889 in Hardheim, von Beruf Handelsmann, war mit Sophie Billigheimer verheiratet und stellte am 7. September 1937 einen Antrag auf einen Reisepaß. Er gab sein Geschäft auf und verkaufte seine Liegenschaften. Der Reisepaß wurde ihm am 19. Januar 1938 zugestellt, in der ersten Hälfte des Jahres 1938 wanderte er in die USA aus. Er verstarb in Miami.

Sophie Strauß, geborene Billigheimer, geboren 1892 in Hardheim, war die Tochter von Pfeifer und Regine Billigheimer. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Arthur Strauß stellte sie am 7. September 1937 einen Antrag auf einen Reisepaß. Die Familie gab ihr Geschäft auf und wanderte Anfang 1938 in die USA aus. Sophie Strauß starb 1994 in Miami.

Melli Strauß, geboren 1920 in Hardheim, war die Tochter von Arthur und Sophie Strauß. Sie verließ am 5. Oktober 1936 das Land und fand - wiedervereint mit ihrer Familie - ihre neue Heimat in den USA.

Liese Strauß, geboren 1922 in Hardheim, die Tochter von Arthur und Sophie Strauß, lebte mit Eltern und Schwester Melli in der Wertheimer Straße 30, bevor sie im Alter von 14 Jahren am 25. November 1936 die Überfahrt nach New York antrat. In den USA traf sie ihre Eltern und ihre Schwester, die ebenfalls in die USA emigrieren konnten.

Bernhard Strauß, geboren 1875 in Hardheim, war der Sohn von Isak und Karolina Strauß und von Beruf Viehhändler. Er emigrierte gemeinsam mit seiner Ehefrau Amalie vor dem 30. März 1939 in die USA.

Amalie Strauß, geborene Bierig, geboren 1879 in Edelfingen, kam 1908 nach Hardheim. Sie war verheiratet mit Bernhard Strauß, mit dem sie vor dem 30. März 1939 in die USA auswanderte.

Julius Strauß, geboren 1900 in Hardheim, Sohn von Isak und Frieda Strauß, von Beruf Schuhkaufmann, erhielt am 6. September 1937 einen Reisepaß und wanderte mit seiner Familie in die USA aus.

Babette Strauß, geborene Mainzer, geboren 1902, heiratete 1928 Julius Strauß und siedelte 1929 nach Hardheim um. Am 6. September 1937 wurden der Familie Strauß Reisepässe ausgehändigt, kurz darauf emigrierte sie in die USA.

Heinz Strauß, geboren 1931 in Hardheim, verließ 1937 im Alter von sechs Jahren mit seinen Eltern Julius und Babette Strauß Hardheim. Die Familie ließ sich in den USA nieder.

Fritz Strauß, geboren 1935 in Hardheim, verbrachte nur die ersten beiden Lebensjahre in Hardheim. Seine Eltern, Julius und Babette Strauß, verließen 1937 mit ihren beiden Kindern Heinz und Fritz Deutschland und emigrierten in die USA.

Moses (Josef?) Strauß, geboren 1866 in Hardheim, war der Vorbeter der jüdischen Gemeinde in Hardheim. Er arbeitete als Kaufmann und Versicherungsagent und konnte bereits 1936 in die USA auswandern, wo er vor 1948 starb.

Aronie Strauß, geboren 1875 in Thüngen, war verheiratet mit Moses (Josef?) Strauß. Sie wanderte mit ihrer Familie 1936 in die USA aus.

Jakob Urspringer, geboren 1873 in Hardheim als Sohn von Abraham Urspringer, war von Beruf Kaufmann und betrieb sein Geschäft unter dem Firmennamen A. H. Urspringer. 1938 verkaufte er sein Geschäftsgrundstück. Im Oktober 1940 wurde er in Gurs interniert. Von dort forderte er im Januar 1941 Auswanderungsunterlagen an - wie auch seine Ehefrau Selma und seine Tochter Rita, die beide nach Ausschwitz deportiert und dort ermordert wurden. Er selbst starb Anfang 1945 in Südfrankreich.

Selma Urspringer, geborene Bonheim, geboren 1879, heiratete 1901 Jakob Urspringer und kam 1903 nach Hardheim. Am 22. Oktober 1940 wurde sie nach Gurs deportiert. Im Januar forderte sie gemeinsam mit ihren Familienangehörigen von Gurs aus Urkunden an, die ihr eventuell die Ausreise ermöglicht hätten. Selma Urspringer gehörte - wie ihre Tochter Rita - zu den ersten Deportationszügen, die im August 1942 nach Auschwitz gingen. Im Konzentrationslager Auschwitz wurde sie ermordet.

Reni Wolff, geborene Urspringer, geboren 1909 in Hardheim, konnte vor Mitte 1939 in die USA emigrieren.

Norbert Wolff, geboren 1899, verheiratet mit Reni Wolff, geborene Urspringer, wohnte als Kaufmann ab 1935 in Hardheim. Gemeinsam mit seiner Familie wanderte er vor Mitte 1939 in die USA aus.

Lutz Wolff, geboren 1936 in Würzburg, wurde 1939 als Dreijähriger von seinen Eltern Reni Wolff, geborene Urspringer, und Norbert Wolff mit in die USA genommen, wo die Familie dem Holocaust entging.

Abraham Schriesheimer, geboren 1873 in Leutershausen, war im September 1939 für wenige Tage in Hardheim gemeldet; er wurde am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert und 1944 in Auschwitz ermordet.

Henriette Schriesheimer, geborene Maus, geboren 1875, war im September 1939 für wenige Tage in Hardheim gemeldet - Juden mußten sich selbst bei einem Besuch polizeilich anmelden. Henriette Schriesheimer wurde 1940 nach Gurs deportiert und am 7. März 1944 in Auschwitz ermordet.

Max Maier, geboren 1872, Kaufmann, war im September 1939 einige Tage in Hardheim gemeldet; seine Spur verliert sich 1940 in Gurs.

Ella Maier, geborene Israel, geboren 1879, war im September 1939 einige Tage in Hardheim; über ihr Schicksal ist weiter nichts bekannt.

Berta Kolb, geboren 1892, kam 1934 als Hausgehilfin bei Abraham Selig nach Hardheim; sie verließ Hardheim 1937. Im Jahr 1942 wurde sie nach Izbica verbracht, wo sie wohl den Tod fand.

Fritz Springer, geboren 1915, war seit 1935 kaufmännischer Angestellter bei Abraham Selig. Springer meldete sich im August 1939 auf drei Monate ab, kehrte jedoch nicht mehr nach Hardheim zurück. Er fand am 19. Februar 1942 in Maidanek den Tod.

Erich Rohrmann, geboren 1920, war Kaufmannslehrling in der Firma von Abraham Selig. Er verließ Hardheim 1936. Sein Schicksal ist unbekannt.

Manfred Siegel, geboren 1911, kam 1925 als kaufmännischer Angestellter der Firma Abraham Selig nach Hardheim. Siegel verließ die Firma im März 1938; sein Schicksal ist unbekannt.

Robert Mergentheimer, geboren 1916, war seit 1934 Angestellter in der Firma von Abraham Selig; er konnte wohl 1937 nach Amerika auswandern.

Siegfried Kahn, geboren 1921 in Tübingen, gehörte vielleicht zu den Angestellten von Abraham Selig und verließ Hardheim noch im Jahr 1938. Sein Schicksal ist unbekannt.

Norman Blechner kam vor Juli 1937 nach Hardheim; er stellte Ende 1938 einen Antrag auf einen Reisepaß. Es ist unbekannt, ob ihm dieser gewährt wurde.

Erich Sander kam vor September 1937 nach Hardheim, verzog jedoch noch im Januar 1938 wieder; mehr ist über ihn nicht bekannt.

Jacob Meier kam vor Dezember 1937 nach Hardheim, wo er wohl etwa 1 ½ Jahre verbrachte; weiteres ist unbekannt.

Adolf Aronson lebte im Verlauf des Jahres 1938 in Hardheim.

Max Heinz Böhm war vor März 1938 einige Zeit in Hardheim gemeldet.

Salo Würzburger, geboren 1914 in Künzelsau, war seit Oktober 1936 als kaufmännischer Angestellter in Hardheim, verzog jedoch im Januar 1937 nach Landwerk Neuendorf bei Fürstenwalde an der Spree.

Hilde Würzburger, geboren 1900 Künzelsau, kam im Oktober 1936 zusammen mit Salo Würzburger nach Hardheim, das sie zusammen mit ihm im Januar 1937 zunächst wieder verließ. Hilde Würzburger ist jedoch im Dezember 1938 wieder in Hardheim gemeldet; ihr weiteres Schicksal ist nicht bekannt.

Erich Heimann, geboren 1915 in Homburg, kam 1931 als kaufmännischer Angestellter nach Hardheim. Vor Juli 1938 verließ er den Ort wieder; mehr ist über ihn nicht bekannt.

Alfred Katz, geboren 1905, war seit 1919 Buchhalter bei Abraham Selig. Er beantragte am 28 September 1937 einen Reisepaß zur Auswanderung in die USA und hat wohl vor Juli 1938 Hardheim verlassen.

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© 1998-2000 Peter Wanner M.A. 

Anfragen und Informationen zum Thema Jüdische Gemeinde bitte direkt an Herrn Gerhard Wanitschek