Texte der Abteilung
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W 0Walter Hohmanngeboren am 18. März
1880 in Hardheim Ihm verdankt die Welt die Berechnung der Bahnen für die Raumfahrt zur Erreichbarkeit der Himmelskörper. |
W 1Die ElternSeit 1873 lebt
Dr.Rudolph Hohmann mit seiner Frau Emma als praktischer Arzt und Chirurg am Spital in
Hardheim. Kindheit und JugendAlle Kinder der
Familie Hohmann werden in Hardheim geboren: Eleonore 1875, Caroline 1876 und Walter 1880. |
W 0.1 |
W 3Der BerufNach dem Abitur
studiert Walter Hohmann an der Technischen Hochschule in München; 1904 legt er sein
Staatsexamen als Diplom-Bauingenieur ab. |
Exponattexte W 3.1 |
W 4Raumfahrt als SteckenpferdSchon vor dem Ersten
Weltkrieg zieht es den Bauingenieur Walter Hohmann hin zu einem ganz anderen Fachgebiet:
in seiner Freizeit beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema Weltraumfahrt. |
W 5 Familienleben1915 heirateten
Walter Hohmann und Luise Jünemann; 1916 wurde der erste Sohn Rudolf, 1918 der zweite Sohn
Ernst geboren. |
W 6Der lange Weg einer IdeeNach dem Krieg bietet
Walter Hohmann sein Manuskript - die "Kladde" - vergeblich zur Veröffentlichung
an. Aber man reagiert mit Unverständnis und ohne Interesse - noch immer gelten die
wenigen, die an die Möglichkeit bemannter und unbemannter Raumflüge glauben, als
Phantasten. |
W 7Die Erreichbarkeit der HimmelskörperHohmanns Hauptwerk
erschien im November 1925 in einer Auflage von 2.100 Exemplaren zum Preis von 5.- RM. |
W 8Die Möglichkeit der Weltraumfahrt"Jeder, der eine
weite Reise vor hat, tut gut daran, vorher einen genauen Reiseplan auszuarbeiten, der ihm
Klarheit über die einzuschlagende Reiseroute und die voraussichtliche Reisedauer
verschafft..." |
W 9Im Kreis der RaumfahrtpioniereDie wenigen
Wissenschaftler, die in den zwanziger Jahren und teilweise schon vorher an der Entwicklung
der Raketen- und Raumfahrttechnik arbeiten, stehen in engem Kontakt miteinander, auch
über Länder- und Sprachgrenzen hinweg. |
Exponattexte W 9.3 |
| W 10 LebensphilosophieSeine
Lebensphilosophie spielte für Walter Hohmann eine bedeutende Rolle, gerade in der Zeit
des Dritten Reichs: er setzte seinen Humanismus gegen den Ungeist der Zeit. |
W 11Der MondSchon während des
Krieges hatte Walter Hohmann vorausgesagt, daß die USA als erste den Mond erreichen
würden. |
Exponattexte W 11.1 |
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| W 11.6 Etwa fünfzig Jahre nach Walter Hohmanns ersten Überlegungen über die Erreichbarkeit des Mondes landeten am 21. Juli 1969 die ersten Menschen auf dem Mond; den Weg haben sie auf einer Hohmann-Bahn zurückgelegt, die Expedition folgte in ihren Schritten im Grunde seinen Anregungen. Apollo 11 startete am 16. 7. 1969 vom John F. Kennedy Space Center auf Cape Canaveral aus (1); nach Zündung der zweiten Stufe der Trägerrakete Saturn 5 (2) Eintritt in eine erdnahe Parkbahn (3). Die dritte Stufe katapultierte Apollo in Richtung Mond (4). Unterwegs wurde die dritte Stufe abgesprengt (5), und die Mondlandeeinheit (LM) nach einem komplizierten Wendemanöver an die Kommandoeinheit (CM) angekoppelt (6). Nach Eintritt in eine Mondumlaufbahn wird Hohmanns Idee realisiert, "dass nicht das ganze, für die grosse Reise ausgerüstete Fahrzeug mit allen Insassen die Landung und den Wiederaufstieg unternimmt, sondern nur eine leichte Art Beiboot mit einem einzelnen Beobachter (7 bis 10), während das Hauptfahrzeug den betreffenden Planeten umkreist. Nach erfolgter Rückkehr des Beobachters (11) kann das Beiboot zwecks Gewichtsersparnis abgestossen werden (12)..." - so Walter Hohmann in einem 1927 veröffentlichten Aufsatz. Die Kommandoeinheit wird auf die Flugbahn Richtung Erde gebracht (13), unterwegs die Versorgungseinheit abgesprengt (14); nach Wiedereintritt der Kapsel in die Erdatmosphäre (15) erfolgt die Landung im Pazifik (16). |
W 15Aspekte der RaumfahrtSeit dem Ende des
Zweiten Weltkriegs schreitet die Entwicklung von Raketen- und Raumfahrttechnik in rasantem
Tempo fort. Sie ist heute als einer der wichtigsten Technologieträger kaum mehr
wegzudenken. Das Thema Weltraum ist deshalb sehr vielschichtig geworden. |
Exponattexte W 15.4 |
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| W 15A Wettlauf ins Weltall Nach dem Zweiten
Weltkrieg beginnt im Zeichen des Kalten Krieges ein Wettlauf zwischen den USA und der
UdSSR um die Erschließung des erdnahen Weltraums: |
W 17"Eine
makabre Propaganda für eine friedliche Sache..."
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W 20"Die Völker alle beherrsche nur eine Macht, der
Fortschritt..."
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Exponattexte W 20.1 "Aber wir kriegen ihn doch!" - diesen trotzigen Ausruf setzt Walter Hohmann auf einer Manuskriptseite vom 25. August 1923 gegen die Hindernisse des bemannten Raumfluges: "Verfluchte Erde, von deren Schwerkraft wir uns nicht losmachen können!"
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© 1998-2000 Peter Wanner M.A.